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Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Sonja Weber-Menges

Adolf-Reichwein-Straße 2
57076 Siegen
Raum: AR-D 4105

Tel.:   +49 (0)271/740-4233
Mobil.:  +49 (0)175/600-4044
E-Mail:  behindertenberatung@uni-siegen.de

Psychologische Beratung

Dipl.-Psych. Emine Selvi

Raum: AR-SSC 0.19

Psychologin Anna Elisabeth Schäfer (M.Sc.)

Raum: AR-SSC 0.18

Tel.:   +49 (0) 271 740 -4300
E-Mail:   psychologische-beratung[at] zv.uni-siegen.de

Adolf-Reichwein-Straße 2
57076 Siegen

Hilfe zum Thema Lehre

Für weitere Informationen und Hilfestellung zur barrierefreien Lehre steht Ihnen auch das Team der Hochschuldidaktik der Universität Siegen zur Verfügung.

Kontakt:
Hochschuldidaktik
http://hd.uni-siegen.de/

Wie gestalte ich barrierefreie Lehre?

Voraussetzung einer wirksamen Unterstützung ist natürlich das Wissen des Lehrenden um die Einschränkung und die damit verbundenen Schwierigkeiten der Behinderten oder Kranken. Ein großer Teil der Betroffenen hat aber Schwierigkeiten, eigene Gesundheitsprobleme frühzeitig anzusprechen und um angemessene Unterstützung zu bitten.

Gesundheitliche Einschränkungen sind oft nicht sichtbar, die Lehrenden können nicht von den Problemen des Einzelnen wissen. Daher wäre es sicher für Kranke und Behinderte eine große Hilfe, wenn Lehrende zu Semesterbeginn die Studierenden mit gesundheitlichen Schwierigkeiten ermutigen, sich zu mit ihnen in Verbindung zu setzen um im Gespräch unter vier Augen angemessene Wege bei Studium und Arbeit zu finden. So kann die Privatsphäre der Behinderten oder Kranken gewahrt bleiben und zugleich ein angemessenes Unterstützungsangebot gemacht werden. Die Betroffenen können so – unter Wahrung ihrer Privatsphäre – selbst zu ihren Einschränkungen Auskunft geben und Hilfen und Lösungswege vorschlagen.

Individueller Unterstützungsbedarf behinderter und chronisch kranker Studierender

Je nach Art und Ausmaß der körperlichen Beeinträchtigung können völlig unterschiedliche Hilfs- und Unterstützungsangebote erforderlich sein. Unter den Studierenden finden sich folgende Gruppen von Behinderungen:

Mehr Informationen durch Klick auf die Überschrift.

Studierende mit Mobilitätseinschränkungen  mehr...

  • Verlegung von Veranstaltungen, sofern Räume schwer zugänglich sind
  • Rechtzeitige Bekanntgabe von Literatur und Referatsthemen
  • Zeitzugabe bei Referaten, Hausarbeiten, Klausuren
  • Teamarbeit, Hilfsmittel (Laptop, Lesepult, Tisch)
  • Zulassung von Ersatzleistungen (etwa bei Exkursionen, Praktika)
  • Unterbrechungen bei mehrstündigen Veranstaltungen, Ruhepausen
  • Längere Vorbereitungszeit, Zeitzugabe bei schriftlichen Prüfungsleistungen
  • Prüfungsmodifikationen: Klausur statt mündlicher Prüfung oder umgekehrt

Blinde und Studierende mit Sehschädigung  mehr...

  • Gute Verständlichkeit, Lautstärke (Mikrofon)
  • Verbalisieren von schriftlichen Medien, Tafelbildern
  • Gut beleuchtete Tafel, kontrastreiche Schrift, klare Textstruktur
  • Hilfe bei der Suche nach einem Sitzplatz im Hörsaal/Seminarraum
  • Längere Vorbereitungszeit, Zeitzugaben bei schriftlichen Prüfungen
  • Vorbereitung vergrößerter Folien oder Tafelbilder
  • Prüfungsmodalitäten: mündliche Prüfung statt Klausur oder umgekehrt
  • Neu: Blindenarbeitsplatz in AR-D 4004 (Zugang ist über die Pforte in AR-D erhältlich)

Gehörlose Studierende oder Studierende mit Hörbehinderung  mehr...

  • Einsatz visueller Medien (Overhead Projektor, Beamer, Tafel)
  • Deutliche Aussprache, möglichst der hörbehinderten Person zugewandt
  • Saalmikrophon oder die vom Hörgeschädigten mitgebrachte Mikroportanlage benutzen
  • Mehr Zeit für die Bearbeitung von Referaten, Hausarbeiten Klausuren
  • Absprache zu Prüfungsmodifikationen treffen: schriftliche Prüfung statt mündliche
  • Gebärdendolmetscher*in zulassen, ggf. einen eigenen Raum für die Prüfung beschaffen

Studierende mit Sprachbehinderung  mehr...

  • der betroffenen Person zum Reden und Formulieren Zeit lassen
  • selbst normal sprechen
  • Wörter und Sätze nicht für die sprachbehinderte Person vervollständigen
  • Teamarbeit zulassen
  • ggf. Prüfungsmodifikation: Schriftlicher statt mündlicher Leistungsnachweise

Studierende mit chronischer Erkrankung  mehr...

  • ggf. Ersatzleistungen, falls eine regelmäßige Teilnahme nicht möglich ist
  • Vermeidung von stresserzeugenden Arbeitsphasen
  • Studienunterbrechungen bei längeren Krankheitsphasen
  • Absprachen über Zeitverlängerungen bei Hausarbeiten und Prüfungen
  • Veränderung des zeitlichen Prüfungsablaufs

Vor allem bei Studierenden mit chronischen Erkrankungen (Allergien, Asthma, Diabetes, Epilepsie, Stoffwechselerkrankungen, MS, Rheuma, Tumorerkrankungen, u.a.) sollte klar sein, dass Krankheitsbilder in verschiedensten Ausprägungen gegeben sein können und dass ein Nachteilausgleich nur individuell und einvernehmlich geregelt werden kann. Anders als im Falle von Mobilitätseinschränkungen oder Behinderungen im Bereich der Sinneswahrnehmungen sind chronische Erkrankungen für den Außenstehenden zunächst oft nicht sichtbar. Betroffene haben – besonders wenn sie noch nicht lange an der Universität sind - sicher oft Hemmungen, von ihren Krankheiten und deren Folgen für das Studium zu sprechen. Es empfiehlt sich daher möglichst frühzeitig und möglichst offen auf die Gruppe der kranken und behinderten Studierenden zuzugehen, nach Problemen, Schwierigkeiten, Einschränkungen im Studium direkt zu fragen und Hilfen anzubieten.

Studierende mit Legasthenie/Dyskalkulie  mehr...

  • Zeitverlängerung der regulären Arbeitszeit.
  • Die Lese-/ Rechen-/ Rechtschreibleistung wird bei der Benotung nicht berücksichtigt.
  • Bei schriftlichen Prüfungen kann die Nutzung eines Computers mit Rechtschreibhilfe zugelassen werden.
  • Ebenfalls möglich ist die Umwandlung einer Klausur in eine mündliche Prüfung.
  • Voraussetzung für einen Nachteilsausgleich im Falle von Legasthenie/ Dyskalkulie ist eine ärztliche Bescheinigung (im Zweifelsfall kann die Universität auch ein amtsärztliches Attest fordern), die auch die Form des Nachteilsausgleichs vorgeben sollte

 

Für den Nachteilsausgleich gilt allgemein:
Die fachlichen Anforderungen bei den Prüfungsleistungen sollen keineswegs verringert sein.

Für weitere Informationen und Hilfestellung steht Ihnen das Team vom Servicebüro Inklusive Universität Siegen zur Verfügung.

 
 
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