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Rückschau: Tag der Inklusion 2018

BeSt of - Studieren mit gesundheitlicher Beeinträchtigung an der Uni Siegen. Am 5. Dezember 2018 veranstaltete das Servicebüro Inklusive Universität Siegen gemeinsam mit dem AStA in Anlehnung an den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, der von den Vereinten Nationen als Gedenktag ausgerufen wurde, einen Projekttag zum Thema Inklusion.

Für die Entwicklung einer Gesellschaft ist es wünschenswert und notwendig, dass alle Menschen prinzipiell an allen gesellschaftlichen Prozessen teilhaben und mitwirken können – unabhängig davon, ob oder in welchem Grade sie erkrankt oder behindert sind. Die Studierendenschaft einer Universität spiegelt die Gesellschaft wider, denn auch hier unterliegen alle Menschen ihren eigenen Erfahrungen, ihren Werten und auch ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit.

 
Unterschiede sind ganz normal. Niemand soll benachteiligt werden. Das klingt gut, ist aber nicht immer so einfach umzusetzen.
Die meisten gehen ihren eigenen Weg im Studium. Was bedeutet es aber, mit einer chronischen Erkrankung und/oder Behinderung zu studieren?

• Gibt es an der Universität Siegen Anlaufstellen, bei denen Studierende Rat bei psychischen Problemen suchen können?
 
• Wie kann für Studienabsolventen/innen mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung der Berufseinstieg gelingen?
 
• Wie kann man Inklusion in unserer Gesellschaft vorantreiben und was kann man aktiv dafür tun?
 
• Gibt es für Studierende in Abhängigkeit von Ausmaß und Art ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung einen Nachteilsausgleich und wie wird dieser bemessen?

Anhand von Vorträgen und Workshops wurde ein kleiner Einblick und Antworten auf diese Fragen gegeben. Das Programm richtete sich an Studierende, Lehrende, Mitarbeiter*innen und Interessierte, welche sich für Inklusion engagieren möchten, einen Einblick erhalten wollten oder selbst betroffen sind. Ziel war es, sie auf dem Campus der Universität Siegen zusammenzubringen, zu sensibilisieren, andere Perspektiven einzunehmen sowie dazu anzuregen, Ideen für eine Verbesserung der Inklusion von Studierenden mit Beeinträchtigung zu entwickeln.

Das Programm wurde eröffnet von Frau Dipl.Psych. Emine Selvi von der psychologischen Beratung der Universität Siegen mit einem Vortrag zum Thema „Liebesaffairen“ - Wechselbeziehungen von Körper und Psyche.
Emine Selvi (Psychologische Beratung, Universität Siegen)
 
Im Anschluss referierte Frau Christina Stabel (Bundesagentur für Arbeit, Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker Bonn) zum Thema „Mit Handicap den Berufseinstieg meistern - Informationen für Studierende und Absolventen*innen mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung“.
 Christina Stabel (Bundesagentur für Arbeit)
 
Constantin Grosch (Inklusionsaktivist, Kreistagsabgeordneter, Kuratorium & Forum Inklusion Hameln, Aufsichtsratsvorsitzender VHP/Öffis etc.) referierte zum Thema „Bundesteilhabegesetz (BTHG) - Beispiel für Einflussnahme und Selbstverständnis der Behinderten-Selbstvertretung“.
Constantin Grosch
 
Frau Dr. Birgit Rothenberg (Technische Universität Dortmund, Bereich Behinderung und Studium (DoBuS) informierte zum Thema „Nachteilsausgleich im Studium für Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung“.
Dr.Birgit Rothenberg
 
Das Programm wurde ergänzt durch Infostände und einen Mobilitätsparcours (Simulation einer Sehbehinderung mit Hilfe von Simulationsbrillen, Erprobung der eigenen Mobilität im Rollstuhl und im Alterssimulationsanzug).
AStA-Sozialreferent im Altersanzug
Zusätzlich gab es eine Filmschau:  Die Kunst des negativen Denkens (Norwegen, 2016) in Kooperation mit dem Panoptikum - das studentische Kino

Dennis Sonne (Sitting Bull)
Einen besonders eindrucksvollen Abschluss fand der Tag der Inklusion durch den Auftritt des Rappers Sittin´ Bull (Dennis Sonne). Seit einem Unfall ist er querschnittsgelähmt. Neben seinen selbst komponierten Rap-Stücken erzählte eindrucksvoll von seinen Erfahrungen als „Mensch im Rollstuhl“ und setzte dabei das positive Signal, dass auch Menschen mit Handicap vieles schaffen können, wenn sie nur ihren Mut und ihre Hoffnung nicht aufgeben.